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Vertrag wird unterschrieben

Autor: Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer Seite 2 von 19

Rechtsberatung ausschließlich durch Rechtsanwälte

Anwalt spricht mit Mandantin

Eine Rechtsberatung in Deutschland ist zugelassenen Rechtsanwälten mit hoher Qualifikation und unter strenger Aufsicht vorbehalten. © Foto: Robert Kneschke _shutterstock.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Eine Rechtsberatung darf in Deutschland gemäß dem Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) ausschließlich von Rechtsanwälten erbracht werden. Ihre fundierte juristische Ausbildung mit zwei Staatsexamen sowie die strenge berufsrechtliche Kontrolle durch die jeweilige Rechtsanwaltskammer gewährleisten qualifizierten Rechtsrat und hohen Verbraucherschutz. Das deutsche Recht ist komplex und vielschichtig. Das anwaltliche Berufsrecht verpflichtet sie, in jedem Fall die Interessen ihrer Mandanten zu wahren, sogar den Anschein der Vertretung widerstreitender Interessen zu vermeiden, und zur Verschwiegenheit.

Schwangerschaft in der Probezeit: Kündigungsschutz gilt für alle werdenden Mütter

Schwangerschaft in der Probezeit: Kündigungsschutz gilt für alle werdenden Mütter

Während der Probezeit unterliegen schwangere Mitarbeiterinnen einem besonderen gesetzlichen Kündigungsschutz. © Foto: Monika Balciuniene_pexels.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Treten Arbeitnehmende eine neue Stelle an, vereinbaren sie im Arbeitsvertrag oft eine Probezeit mit dem Arbeitgeber. Diese darf maximal sechs Monate dauern und sieht für beide Seiten häufig eine zweiwöchige Kündigungsfrist ohne Angabe von Gründen vor. Hiervon ausgenommen sind Schwangere: Mitarbeiterinnen, die ein Kind erwarten, sind sogar während der Probezeit besonders vor einer Kündigung geschützt. Voraussetzung ist, dass die Schwangerschaft bereits vor der Kündigung bestanden hat. Dann ist eine Entlassung nur in schwerwiegenden Ausnahmefällen möglich.

Arbeitsvertrag: Worauf es bei der Gestaltung ankommt

Ein Mann unterzeichnet einen Arbeitsvertrag

Arbeitsverträge sollten unbedingt sorgfältig gestaltet sein. © Foto: Mind and I_shutterstock.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Damit ein Arbeitsvertrag rechtlich wirksam ist, reicht es theoretisch bereits aus, dass sich die Vertragsparteien mündlich über die Art der zu erbringenden Arbeitsleistung und die Höhe der Vergütung einigen. Um Missverständnissen vorzubeugen und Rechte sowie Pflichten transparent zu regeln, ist eine schriftliche Fixierung in der Praxis jedoch äußerst empfehlenswert. Die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer nennt sieben wichtige Regeln, die bei der Gestaltung eines Arbeitsvertrags beachtet werden sollten.

Wenn die Kita voll ist: Kinderbetreuung in der Familie

Opa und Enkel beim Angeln zur Kinderbetreuung

Meist sind die Enkel bei den Großeltern in guten Händen. © Foto: Pressmaster_shutterstock.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Der Mangel an Kitaplätzen zwingt viele Eltern dazu, nach alternativen Lösungen zu suchen. Neben Kindertagesstätten und Tagespflegeeinrichtungen kümmern sich vor allem Großeltern kümmern die Kinder, wenn deren Eltern berufstätig sind. Diese Form der Kinderbetreuung stärkt das familiäre Miteinander und lässt sich in vielen Fällen unkompliziert organisieren. Dennoch sollten Eltern die nötigen Formalitäten im Blick behalten, damit bei einem Unglück der gesetzliche Unfallversicherungsschutz greift.

Wenn Schenkungen das Erbe beeinflussen

Geschenke

Manche Eltern vermachen ihren Kindern bereits zu Lebzeiten etwas von ihrem Vermögen. Im Erbfall sind einige Schenkungen folgenreich. © Foto: Wijdan Mq_unsplash.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Schenkungen wie finanzielle Zuwendungen oder die Übertragung von Immobilien können bereits zu Lebzeiten erfolgen. Solche Vermögensübertragungen können im Erbfall rechtliche Konsequenzen haben, etwa wenn sie auf den Erbteil angerechnet oder im Rahmen des Pflichtteils ausgeglichen werden müssen. Eine frühzeitige rechtliche Beratung kann helfen, Konflikte innerhalb der Familie zu vermeiden.

Zugewinnausgleich vor der Scheidung regeln

Zugewinnausgleich vor der Scheidung regeln

Der Zugewinnausgleich regelt den Vermögensausgleich bei der Scheidung und gleicht ungleiche Zugewinne zwischen Ehepartnern aus. © Foto: Pavel Danilyuk_pexels.com

Ex-Partner müssen aktuelles Vermögen darlegen

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Der Vermögenszuwachs in einer Ehe ist oft ungleich verteilt. In vielen Fällen übernimmt zum Beispiel ein Partner die Kindererziehung und der andere macht Karriere. Auch Mieteinnahmen durch Immobilien, die nur einem Gatten gehören, oder ein erfolgreiches Unternehmen können für große Unterschiede sorgen. Kommt es zur Trennung und Scheidung, ermöglicht ein Zugewinnausgleich, den Vermögenszuwachs während der Ehe nachträglich aufzuteilen. Voraussetzung ist, dass das Paar im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt hat. Sind sich die Ex-Partner einig, kann der Ausgleich mit Hilfe eines Anwalts in einer Scheidungsfolgenvereinbarung festgehalten werden.

Testamentsanfechtung durch Pflichterben

Mann auf Sofa mit Unterlagen für Testamentsanfechtung

In vielen Fällen können Erben das Testament anfechten, wenn sie sich übergangen fühlen. © Foto: Andrea Piacquadio_Pexels.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Fühlt man sich als naher Angehöriger im Testament eines Verstorbenen unrechtmäßig übergangen, gibt es durchaus Handlungsmöglichkeiten. So können Pflichtteilsberechtigte ein Testament anfechten, wenn sie dadurch überhaupt erst erben würden oder einen anderen Vorteil hätten. Anfechtungsgründe können beispielsweise Irrtümer sein oder wenn der Erblasser beim Verfassen des Testaments bedroht wurde. Wichtig ist jedoch, die einjährige Anfechtungsfrist zu beachten, die mit Bekanntwerden des Anfechtungsgrundes beginnt. Bestehen darüber hinaus grundsätzliche Zweifel an der Gültigkeit des Testaments, kann dessen Wirksamkeit gerichtlich überprüft werden.

Keine Panik bei Abmahnungen

Keine Panik bei Abmahnungen

Eine Abmahnung ist keine Strafe, sondern eine rechtliche Warnung bei konkreten Pflichtverstößen – besonnenes Handeln ist jetzt entscheidend. © Foto: Yan Krukau_pexels.com

Arbeitgeber müssen Fehlverhalten belegen

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Wer von seinem Arbeitgeber abgemahnt wird, dem gehen oft tausend Gedanken durch den Kopf. Dennoch ist es jetzt wichtig, Ruhe zu bewahren und auf keinen Fall vorschnell zu reagieren. Eine Abmahnung kann die Voraussetzung einer Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen sein. Die Abmahnung selbst ist allerdings keine Sanktion, sondern vor allem eine Warnung, in Zukunft wieder alle Pflichten als Arbeitnehmer vollständig zu erfüllen. Arbeitgeber dürfen nur klare arbeitsrechtliche Verstöße abmahnen. Allgemeine Abmahnungen, die zum Beispiel eine geringe Arbeitsleistung bemängeln, sind unwirksam.

Erbrechtstag bei der IHK zu Lübeck

Erbrechtstag

Beim Erbrechtstag 2025 mit der IHK Lübeck präsentierten Experten Lösungen für eine rechtssichere, steueroptimierte Unternehmensnachfolge. © Foto: AzetPR

Steuerberater-, Rechtsanwalts- und Notarkammern informieren über das Erben und Vererben

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Wie lässt sich ein Unternehmen rechtssicher und steueroptimiert vererben? Diese Frage stand im Mittelpunkt des diesjährigen Erbrechtstags 2025 bei der IHK zu Lübeck. Expertinnen und Experten aus den Bereichen Recht, Notariat, Steuerberatung und Unternehmensführung beleuchteten die zahlreichen Fallstricke, die bei der Unternehmensnachfolge lauern – und zeigten praktikable Lösungen auf.

Ihre Rechte im Pflegeheim

Ältere Person im Pflegeheim

In der Regel ist ein Pflegeheim eine große Hilfe. Doch was können Betroffene und Angehörige unternehmen, falls es in seltenen Fällen zu Pflegefehlern kommt? © Foto: Matthias Zomer_pexels.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Der demographische Wandel führt dazu, dass immer mehr ältere Menschen die letzte Jahre in einem Alten- und Pflegeheimen verbringen. Diese Einrichtungen bieten in der Regel professionelle Betreuung und wichtige Unterstützung. Doch wenn die Pflege nicht den erwarteten Standards entspricht, stellt sich die Frage: Welche Wege stehen Betroffenen und ihren Familien offen, wenn sie mit Pflegefehlern oder Missständen konfrontiert werden?

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