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Homeoffice: Welche Regelungen gelten?

Wer von zu Hause aus arbeitet, sollte die Regelungen mit dem Chef genau absprechen.
Vom Homeoffice erhoffen sich Arbeitnehmer flexible Arbeitszeiten. ©Foto: Daxiao Productions_shutterstock.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Hier erfahren Arbeitnehmer, welche arbeitsrechtlichen Regelungen im Home Office gelten. Bei der Ausübung einer Tätigkeit außerhalb des Büros sind die Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer genau reguliert.

Nicht jeder befristete Arbeitsvertrag ist rechtsgültig

Ein Mann unterzeichnet einen Arbeitsvertrag

Grundsätzlich müssen Arbeitgeber die Befristung von Arbeitsverträgen begründen. Es gibt jedoch einige wichtige Ausnahmen. © Foto: Scott Graham_unsplash.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit während der Corona-Pandemie erhalten viele Arbeitnehmer nur befristete Arbeitsverträge. Grundsätzlich müssen Arbeitgeber eine solche Befristung sachlich begründen. Das gilt sowohl für kalendermäßige Verträge mit festem Enddatum als auch für zweckbefristete, wie im Falle einer Krankheitsvertretung. Ist eine Befristung nicht rechtswirksam, können befristete Verträge sogar zu unbefristeten werden. Dennoch gibt es Ausnahmen.

Fallstricke bei Heimverträgen

Eine Pflegerin im Wohnheim

Heimbewohner sowie deren Angehörige sollten zur Prüfung komplexer Heimverträge rechtliche Beratung einholen. © Foto: Stokkete _shutterstock.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Pflege sowie Wohnen und Leben im Alter werden in Zukunft zu einer der wichtigsten sozialen Herausforderungen in Deutschland. Aufgrund des demographischen Wandels steigt die Zahl der Menschen, die ihren Lebensabend in Alten- und Pflegeheimen verbringen. Doch ausgerechnet dort kennen viele Pflegebedürftige ihre Rechte nicht. Zwar sind Inhalt und Schranken von Heimverträgen gesetzlich vorgeschrieben, jedoch kommt es immer wieder vor, dass gesetzeswidrige Klauseln verwendet werden. Nicht selten sind Heimbewohner und ihre Angehörigen überfordert mit komplizierten wie umfangreichen Heimverträgen und fragwürdigen Klauseln. Welche Vereinbarungen Heimbetreiber einhalten müssen, regelt das seit 2009 geltende Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG).

Gemeinsamer Mietvertrag bindet

Frau mit Kaktus im Arm gibt Mann einen Schlüssel

Meist kommt es nach einer Trennung zum Auszug eines Partners. Doch ein gemeinsamer Mietvertrag lässt sich nicht einfach auflösen. ©Foto: Iakov Filimonov_shutterstock.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Trennt sich ein Paar, bedeutet das meist, dass einer von beiden aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen wird. Doch nicht immer klappt das von heute auf morgen. Ehegatten, die gemeinsam den Mietvertrag unterzeichnet haben, sind beide Vertragspartner des Vermieters. Möchte also ein Ehepartner ausziehen und den Mietvertrag kündigen, gilt die Vertragsauflösung nicht automatisch für den anderen Ehepartner. Ob nur ein Ehegatte im Vertrag als Mieter eingetragen wurde, spielt keine Rolle. Für Paare einer „wilden“ Ehe gilt etwas anderes.

Scheidung nach der Silberhochzeit: Gerechten Ausgleich schaffen

Ein Mann sitzt auf Küche und die Frau lehnt sich auf die Küche.

Kommt es nach langjähriger Ehe zu einer Scheidung, sollte ein gerechter Ausgleich sichergestellt werden. © Foto: lightwavemedia_shutterstock.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Jahrzehntelang haben sie miteinander gelebt, sie haben Kinder groß gezogen, sich den Traum vom eigenen Heim erfüllt – dann ist alles aus. Die Zahl der Ehepaare, die nach 25 oder mehr gemeinsamen Jahren getrennte Wege gehen, steigt stetig an. In diesen Fällen kann eine Scheidung den Einkommensschwächeren schlagartig in ernsthafte finanzielle Engpässe bringen. Eine neue Steuerklasse sowie der Eintritt ins Rentenalter führen mitunter zu verringerten Einkünften und nicht selten dazu, dass der Lebensunterhalt des Unterhaltsberechtigten nicht mehr sichergestellt ist.

Erben in der Patchworkfamilie

Patchwork-Mutter mit Kindern

Die Patchworkfamilie ist fester Bestandteil der modernen Gesellschaft. Ohne individuelle Nachlassregelung sind die Kinder des Erstversterbenden jedoch im Nachteil.
© Foto: krakenimages_unsplash.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Heutzutage ist es nicht mehr ungewöhnlich, wenn ein Paar mit Kindern aus früheren Beziehungen zusammenlebt. In unbeschwerten Zeiten funktioniert die Konstellation von Partnern und Kindern unterschiedlicher Herkünfte oft problemlos. Doch was geschieht, wenn einer der Partner stirbt?

Unfallversicherungen legen Unfallbegriff eng aus

Wer sich ungeschickt verhält und einen Unfall hat, muss damit rechnen, von der Unfallversicherung kein Geld zu bekommen.
© Foto: Photographee.eu_shutterstock.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Unfall ist nicht gleich Unfall – zumindest nicht für die private Unfallversicherung. Ein solcher liegt gemäß Definition der Versicherungen nur dann vor, wenn „ein plötzlich von außen auf den Körper des Versicherten wirkendes Ereignis unfreiwillig zu einer Gesundheitsschädigung führt“.

Handwerker müssen Baumängel vor Abnahme unverzüglich beheben

Damit der Traum vom eigenen Haus keine Risse bekommt, sollten Bauherren ihre Rechte kennen und genau auf Mängel achten. © Foto: Tom Rumble_Unsplash.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Wer baut, ist nicht immer vor Baumängeln gefeit. Bei jedem Bauschritt ist es ratsam, sich mit dem Handwerker genauestens zu verständigen. Dennoch kann die Kommunikation misslingen.

Einvernehmliche Scheidung entlastet

Im Scheidungsantrag müssen beide Eheleute festhalten, dass sie sich scheiden lassen wollen.
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Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Eine Scheidung ist immer sehr belastend und meistens auch teuer. Viele Paare wollen Geld sparen und sich einen Anwalt teilen. Das ist allerdings nicht möglich. Ein Anwalt kann immer nur die Interessen eines Ehepartners vertreten und nur von diesem beauftragt werden. Der andere Ehepartner hat dann keinen Rechtsbeistand. Zu empfehlen ist eine einvernehmliche Scheidung nur dann, wenn sich das Paar wirklich einig ist. Außerdem ist vorausgesetzt, dass das Ehepaar bereits ein Jahr getrennt voneinander gelebt hat und beide den Bund der Ehe auflösen möchten.

Keine Panik bei Zahlungsproblemen mit Lebensversicherungen

Versicherungsnehmer sollten sich auch bei kurz- oder langfristigen Zahlungsproblemen zuvorderst über andere Lösungen als eine Kündigung informieren.
© Foto: Mopic _shutterstock.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Lebensversicherungsverträge werden im Normalfall über einen sehr langen Zeitraum abgeschlossen – im Durchschnitt über etwa 25 Jahre. Gerade bei solchen Vertragslaufzeiten ist niemand vor Zahlungsschwierigkeiten gefeit. Knapp drei Millionen Bundesbürger kündigen deshalb jedes Jahr ihre Lebensversicherungen. Verbunden mit zum Teil großen finanziellen Nachteilen ist eine Kündigung allerdings fast immer der falsche Weg. Bei kurz- oder langfristigen Zahlungsproblemen sollten Versicherungsnehmer daher zunächst versuchen, andere Lösungen zu finden.

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