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Schlagwort: Trennung

Scheidung: Populäre Rechtsirrtümer

Zum Thema Scheidung kursiert viel falsches Wissen.
Bei einer Scheidung kommt es häufig zu Streit ums Kind. © Pixel 4 Image _shutterstock.com

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Eine Scheidung markiert einen radikalen Einschnitt im Leben eines Paares oder einer Familie. Sie ist nicht nur eine emotionale Belastung für die gesamte Familie, sondern hat auch finanzielle Auswirkungen. Vielen Betroffenen ist z. B. nicht klar, dass mit in die Ehe eingebrachte Vermögensgegenstände nicht beiden Ehegatten gehören. Auch für Schulden haftet der jeweilige Ehepartner grundsätzlich allein.  Hier erfahren Eheleute, die vor einer Scheidung stehen, welche Rechtsirrtümer weit verbreitet sind.

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Unterhaltsansprüche bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften

Auch Schwangere haben im Falle einer Trennung einen Unterhaltsanspruch.
Unverheiratete haben einen Unterhaltsanspruch. © 4-PM-Production_shutterstock.com
 

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Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Trennen sich Paare ohne Trauschein, besteht ebenfalls ein Unterhaltsanspruch für das erziehende Elternteil. Dieser gilt für die ersten drei Lebensjahre der Kinder und kann unter bestimmten Voraussetzungen verlängert werden. Dies tritt ein, wenn das Kind eine besondere Betreuung benötigt. Bei der Berechnung des Unterhalts ist das Einkommen vor der Geburt des Kindes entscheidend. Berufsbedingte Aufwendungen, wie Fahrtkosten oder Zweitwohnungen, sind in diesem Fall nicht Teil des Einkommens  und abzuziehen. Unterhaltsansprüche berücksichtigen zusätzlich die finanziellen Möglichkeiten des Partners. 

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Halbe-halbe bei der Kinderbetreuung

Nach einer Trennung pendeln viele Kinder zwischen den Eltern.
Immer mehr Kinder leben nach der Trennung der Eltern im
Wechsel bei Mutter und Vater. ©ARIMAG_shutterstock.com

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Rechtsanwaltskammer Koblenz. Kinder leben nach der Trennung der Eltern in den meisten Fällen bei einem Elternteil. Das andere hat lediglich ein Umgangsrecht. Familiengerichte haben sich bisher mehrheitlich an diesem Betreuungsmodell orientiert. Doch immer häufiger möchten getrennte Eltern den Wunsch durchsetzen, gleichberechtigten Umgang mit dem Kind zu haben. Nun hat der Bundesgerichtshof (BGH) mit einer wegweisenden Entscheidung klargestellt, dass das sogenannte Wechselmodell auch gegen den Willen eines Elternteils möglich sein kann (BGH-Beschl. Vom 01.02.2017 – XII ZB 601/15).

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Mediation im Familienrecht: Bei Trennung neue Wege gehen

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Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Geht eine Ehe in die Brüche, möchte keiner von beiden, dass die Scheidung von langwierigen Auseinandersetzungen begleitet wird. Und dennoch steht am Ende einer Beziehung manchmal ein erbitterter Konflikt. Viele Paare glauben, dass die einzige Alternative der Gang vors Gericht ist. Im Sinne beider ist das meist nicht, vor allem nicht, wenn es gemeinsame Kinder gibt. Doch die Trennenden haben die Wahl. Immer mehr scheidungswillige Paare entdecken die Mediation als außergerichtliche Streitschlichtung für sich. Auf der Meditionsveranstaltung im Kieler Haus des Sports erläutern drei Anwaltsmediatorinnen, warum sich eine Mediation lohnt.

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Immobilienkauf bei Unverheirateten

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© Africa Studio _shutterstock.com

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Rechtsanwaltskammer Koblenz. Unverheiratete Paare genießen in Deutschland weniger Rechte, als Paare mit Trauschein. Besonders schmerzhaft kann es Paare in „wilder Ehe“ treffen mit gemeinsam erworbenen und bewohnten Immobilien. Damit sich im Falle einer Trennung kein unnötiger Streit um die Immobilie entzündet, sollten Eigentumsverhältnisse und Finanzierungsmodalitäten bereits im Vorfeld geregelt werden. Dafür müssen Unverheiratete selbst aktiv werden und sich ein „rechtliches Polster“ zulegen.

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Scheidung nach der Silberhochzeit: Gerechten Ausgleich schaffen

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Rechtsanwaltskammer Koblenz. Jahrzehntelang haben sie miteinander gelebt, sie haben Kinder groß gezogen, sich den Traum vom eigenen Heim erfüllt – dann ist alles aus. Die Zahl der Ehepaare, die nach 25 oder mehr gemeinsamen Jahren getrennte Weg gehen, steigt stetig an. In diesen Fällen kann eine Scheidung den Einkommensschwächeren schlagartig in ernsthafte finanzielle Engpässe bringen. Eine neue Steuerklasse sowie der Eintritt ins Rentenalter führen mitunter zu verringerten Einkünften und nicht selten dazu, dass der Lebensunterhalt des Unterhaltsberechtigten nicht mehr sichergestellt ist.

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Heirat verpflichtet nicht zur Mithaftung von Schulden

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Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Viele heiratswillige Paare denken, dass sie nach der Eheschließung für bestehende oder künftige Schulden des Gatten mithaften müssen. Das ist ein hartnäckiger Irrglaube. Allein die Tatsache, dass der Schuldner verheiratet ist, führt nicht zu einer Mithaftung des Ehepartners. Für die Schulden des Ehegatten bürgt der Betroffene nur, wenn er sich ausdrücklich dazu verpflichtet. Den gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft zu Gunsten einer Gütertrennung deshalb abzuändern, ist häufig die falsche Alternative. Die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer erklärt, wann ein Ehepartner für welche Schulden persönlich einstehen muss.

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Einvernehmliche Scheidung entlastet

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Rechtsanwaltskammer Koblenz. Eine Scheidung ist immer eine große Belastung und meistens auch teuer. Viele Paare wollen Geld sparen und sich einen Anwalt teilen. Das ist allerdings nicht möglich. Ein Anwalt kann immer nur die Interessen eines Ehepartners vertreten und nur von diesem beauftragt werden. Der andere Ehepartner hat dann keinen Rechtsbeistand. Zu empfehlen ist eine einvernehmliche Scheidung nur dann, wenn sich das Paar wirklich einig ist.

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