Am 18.03.2026 lädt die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer zu einer Podiumsdiskussion in das Maritim Hotel Bellevue ein.

Am 18.03.2026 lädt die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer zu einer Podiumsdiskussion in das Maritim Hotel Bellevue ein.

Die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer lädt zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Soll Künstliche Intelligenz zur Verbrechensbekämpfung eingesetzt werden?“ ein. Gemeinsam wollen wir erörtern, ob und wie Künstliche Intelligenz zur Verbrechensbekämpfung eingesetzt werden sollte. Über die rechtlichen Rahmenbedingungen hinaus werden auch ethische, technologische und gesellschaftliche Aspekte beleuchtet, wie beispielsweise der Schutz der Privatsphäre, mögliche Diskriminierungsrisiken sowie die Zuverlässigkeit von KI-Systemen und zukünftige Entwicklungen.

Neben Professor Dr. Ralf Peter Anders, Generalstaatsanwalt des Landes Schleswig-Holstein, und Dr. Oren Halvani, Head of Artificial Intelligence and Security Department (AIS) am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT, werden die renommierten Experten Dr. Stefan Roskos, Geschäftsführer von One Data, sowie Sven Neumann, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Schleswig-Holstein, an der Veranstaltung teilnehmen.

Moderiert wird die Diskussion auch in diesem Jahr von Burkhard Plemper, Soziologe, Filmemacher, Journalist und ehemaliger Moderator der NDR-Diskussionssendung „Redezeit“.

Der mögliche Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verbrechensbekämpfung ist Gegenstand einer differenzierten Debatte. Während technologische Entwicklungen neue Möglichkeiten eröffnen, stellt sich die Frage, wie diese im Rahmen rechtsstaatlicher Prinzipien sinnvoll genutzt werden können. KI wird dabei nicht als Allheilmittel verstanden, sondern als ein Werkzeug, dessen Potenzial und Grenzen gleichermaßen betrachtet werden müssen.

Moderne Formen von Kriminalität sind zunehmend digital geprägt. Kriminelle nutzen verschlüsselte Kommunikation, Plattformen und internationale Netzwerke, wodurch Ermittlungsbehörden vor neue Herausforderungen gestellt werden. In diesem Zusammenhang gewinnen Datenintegration und intelligente Analyseverfahren an Bedeutung, um komplexe Informationslagen strukturiert auswerten zu können.

Künstliche Intelligenz kann dazu beitragen, Datenquellen zu verknüpfen, Muster zu erkennen und Ermittlungen gezielt zu unterstützen. Dabei steht nicht eine flächendeckende Überwachung im Vordergrund, sondern eine präzise und rechtsstaatlich ausgerichtete Ermittlungsarbeit gegen konkrete Täter.

Zugleich wird darauf hingewiesen, dass eine effektive Strafverfolgung nicht allein durch zusätzlichen Personaleinsatz gewährleistet werden kann. Polizei und Staatsanwaltschaften sind zunehmend auf digitale Handlungsfähigkeit angewiesen, um mit modernen Kriminalitätsformen Schritt zu halten. Dies betrifft sowohl die Ermittlungsunterstützung als auch administrative Prozesse, etwa im Bereich digitaler Aktenbearbeitung oder datenbasierter Entscheidungsunterstützung.

Die technologischen Grundlagen sind in vielen Bereichen bereits vorhanden. Entscheidend bleibt, wie deren Einsatz verantwortungsvoll, rechtskonform und praxisnah umgesetzt werden kann. In der Diskussion wird daher auch ein pragmatischer Umgang mit Technologie sowie die Frage nach politischen Rahmenbedingungen für eine zügige Umsetzung thematisiert.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die grundsätzliche Frage, welche Rolle Künstliche Intelligenz künftig in der Strafverfolgung einnehmen soll und wie technologische Möglichkeiten und rechtsstaatliche Anforderungen in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden können.

Die Podiumsdiskussion verspricht einen spannenden Abend. Die Veranstaltung findet statt am

18.03.2026 um 17:30 Uhr im Maritim Hotel Bellevue, Bismarckallee 2, 24105 Kiel.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung bei:

AzetPR
Andrea Zaszczynski
Telefon: 040/41 32 70-0, Fax: 040/41 32 70-70
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