Sorgerecht für getrennte Väter

Auch ledige Väter dürfen Sorgerecht für ihr Kind beantragen.
Auch wenn die Mutter das nicht möchte, können Väter einen
Sorgerchtsantrag stellen.
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Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer. Ledige Väter haben das Recht, auch gegen den Willen der Mutter die Mitsorge oder das alleinige Sorgerecht für ihre Kinder zu beantragen. Was dabei zu beachten ist, können Betroffene der folgenden Checkliste der Schleswig-Holsteinischen Rechtsanwaltskammer entnehmen.

Vater kann Antrag auf Mitsorge stellen

Die gemeinsame elterliche Sorge kann dadurch erreicht werden, dass beide Eltern eine gemeinsame Sorgeerklärung beim Jugendamt abgeben. Ist die leibliche Mutter dazu nicht bereit, kann der Vater beim Familiengericht einen Antrag auf die Einräumung des Mitsorgerechts stellen. Der Antrag kann mit einem formlosen Schreiben per Post an das Gericht geschickt werden. Betroffene können auch einen Termin für ein persönliches Gespräch beim Gericht vereinbaren. Dort wird der Antrag auf Mitsorge protokolliert.

Rechtlicher Beistand bei Widerstand

Das Familiengericht muss dem Antrag stattgeben, es sei denn, die gemeinsame Sorge widerspricht dem Kindeswohl. Dies muss jedoch durch die Mutter geltend gemacht werden. Schweigt sie zu dem Antrag des Vaters, wird vermutet, dass die gemeinsame Sorge eine gute Lösung für das Kind ist und das Gericht entscheidet in diesem Sinne ohne Anhörung des Jugendamtes. Ist mit erheblichem Widerstand der Mutter gegen die Mitsorge des Vaters zu rechnen, sollte frühzeitig die Unterstützung eines Anwalts in Anspruch genommen werden, um den Streit nicht eskalieren zu lassen.

Besuchen Sie auch die Facebook-Seite der Schleswig-Holsteinischen Rechtsanwaltskammer: www.facebook.com/SH.Rechtsanwaltskammer.

Redaktion: www.azetpr.com

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