Vorsorge im Alter: Anwälte informieren Bürger auf dem Verbrauchertag in Trier und Mainz

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Rechtsanwaltskammer Koblenz. Was Betroffene bei der Testamentgestaltung bedenken sollten, erklären Rechtsanwälte der Rechtsanwaltskammer Koblenz am 1. März 2016 von 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr im Kurfürstlichen Palais, Rokokosaal, Willy-Brandt-Platz 3 in Trier. Unter dem Motto „Gut versorgt im Alter“ können interessierte Bürger auf dem Verbrauchertag ihre persönlichen Fragen an die Experten richten. Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht Joachim Müller, Rechtsanwalt und Justizrat Dr. Hans-Gert Dhonau sowie Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht Joachim Zillien erläutern, worauf Betroffene achten müssen, damit das Erbe in die richtigen Hände gelangt. Zum gleichen Thema referieren die Rechtsanwälte am 10. März 2016 auch in Mainz: von 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr im Erbacher Hof, Kardinal-Volk-Saal, Grebenstraße 24-26.

Im Anschluss an die Kurzvorträge können die Besucher der Veranstaltung ihre Fragen stellen. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten bei: AzetPR, Presseagentur der Rechtsanwaltskammer Koblenz, Kristina Riedel riedel@azetpr.com, 040/41 32 70 23.

Auf Erbrecht spezialisierte Rechtsanwälte müssen sich immer wieder mit Testamenten auseinandersetzen, die den Hinterbliebenen enorme Probleme bereiten. Denn häufig hat der Erblasser in seinem Testament keine ausdrückliche Erbeinsetzung bestimmt.

Ohne juristische Beratung verteilt der juristische Laie sein Vermögen oft nach dem Motto: „Mein Haus bekommst Du, mein Geld meine Kinder, mein Auto der Lieblingscousin usw.“ Wenn das Testament dann eröffnet wird, stellt sich häufig die Frage: Wer soll der Erbe sein?

Ein Testament dient dazu, einen Rechtsnachfolger zu bestimmen und dies sollte eindeutig und unmissverständlich erfolgen wie z.B.: „Zu meinem Alleinerben berufe ich meine Ehefrau.“ Fehlt es an einer konkreten Bestimmung zur Erbfolge, muss ermittelt werden, welchen Rechtsnachfolger sich der Erbe gewünscht hat. Für den Zeitraum bis diese Ermittlungen abgeschlossen sind, kann das Nachlassgericht eine Nachlasspflegschaft anordnen. Das Gericht setzt einen Nachlasspfleger ein, der den Nachlass gegen Entgelt verwaltet bis im Rahmen eines Erbscheinverfahrens die Erbfolge durch einen Erbschein geklärt ist.

Um den letzten Willen des Erblassers zu erforschen, führt das Gericht eine Beweisaufnahme durch und das kann dauern. Nehmen die gesetzlichen Erben das Ergebnis nicht an und legen Beschwerde bei der nächsten Instanz ein, kann so ein Verfahren mehrere Jahre dauern. Das kostet Geld und Zeit. Mit einer erbrechtlichen Beratung bei einem Rechtsanwalt kann dies verhindert werden.

Es gibt auch Fälle, bei denen der Wortlaut im Testament so unbestimmt bleibt, dass auch das Nachlassgericht zu keinem Ergebnis kommt. Dann ist das Testament unwirksam und die gesetzliche Erbfolge tritt ein.

Häufig vergessen Erblasser auch einzelne Vermögensteile und verfügen über diese gar nicht. Auch dann tritt die gesetzliche Erbfolge ein.

Natürlich können auch mehrere Personen als Erben bestimmt werden. In diesem Fall sollte im Testament geregelt sein, zu welchen Quoten die Erben eingesetzt werden sollen. So können beispielsweise zwei Erben jeweils die Hälfte des Vermögens erhalten oder das Erbe wird zu drei Viertel und ein Viertel aufgeteilt.

Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass den Kindern, den Eltern und dem Ehepartner des Erblassers ein Pflichtteil zusteht. Dieser Pflichtteil muss in jedem Fall ausgezahlt werden. Will man einen Dritten testamentarisch als Erben einsetzen und den Verwandten lediglich den Pflichtteil zukommen lassen, sollte dies ausdrücklich im Testament vermerkt werden.

Im Zweifelsfall sollten Betroffene einen Anwalt aufsuchen. Fachanwälte und Anwälte, die sich auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisiert haben, nennt Ihnen auf Anfrage die Rechtsanwaltskammer Koblenz unter der Telefonnummer 0261/30335-55 oder der Anwaltsuchdienst im Internet: www.rakko.de.

Die Rechtsanwaltskammer Koblenz vertritt die Rechts­anwälte der Landgerichtsbezirke Bad Kreuz­nach, Koblenz, Mainz und Trier.

Rechtsanwälte schützen als unabhängige Berater und Vertreter in allen Rechtsangelegenheiten ihre Mandanten vor Rechtsverlusten und begleiten sie rechtsgestaltend, konfliktvermeidend und streitschlichtend. Sie bewahren ihre Mandanten vor Fehlentscheidungen durch Gerichte und Behörden und sichern die Mandanten vor verfassungswidrigen Beeinträchtigungen und vor staatlicher Machtüberschreitung.

Rechtsanwälte haben strenge berufsrechtliche Regelungen zu beachten wie z.B. die Verschwiegenheitsverpflichtung. Sie dürfen das Vertrauen der Mandanten nicht durch die Wahrnehmung widerstreitender Interessen enttäuschen.

Redaktion: www.azetpr.com

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