Podiumsdiskussion zur Sterbehilfe: Dem Sterbenden seine Würde lassen

Begruessung_Westenberger

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Verhindert unsere moderne Apparatemedizin ein Sterben in Würde? Sollen wir in einer modernen Gesellschaft, in der alles möglich scheint, Mut zur Endlichkeit beweisen? Können wir das überhaupt? Wer will bestimmen, wann ein Leben zu Ende ist? Welche ethische Kraft will definieren, unter welchen Umständen ein Leben lebenswert ist oder wann nicht? Wir leben in einer Gesellschaft, die sich hauptsächlich durch Erfolge und Können definiert. Doch Sterben bedeutet Verlust. Der Alte und Kranke hat keine Verwendbarkeit. Aber gerade die Bedürftigkeit ist der Grundzug jeder Humanität. In der Podiumsdiskussion, veranstaltet von der Rechtsanwaltskammer Koblenz, soll erörtert werden, nach welchen Werten wir ein humanitäres Handeln in der Palliativmedizin und in den Hospizen gestalten können.

Die Podiumsdiskussion findet statt am

 19.11.2015 um 17:30 Uhr
im Rathaus Stadt Mainz,
Valencia Zimmer,
Jockel-Fuchs-Platz 1

Unter der bewährten Moderation von Justizrat Prof. Dr. Franz Salditt aus Neuwied diskutieren:

Prof. Dr. Johannes Reiter
Universität Mainz, em. Moraltheologe

Dipl. biol. Dr. med. Michael de Ridder
Internist, Mitbegründer Vivantes Hospiz in Berlin Tempelhof und Buchautor

Prof. Dr. Gerhard Robbers
Minister der Justiz und für Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz

Friedrich Roeingh
Chefredakteur Allgemeine Zeitung Mainz

Prof. Dr. Edzard Schmidt-Jortzig
Bundesjustizminister a.D. und Mitglied des Deutschen Ethikrats

Prof. Dr. Jochen Taupitz
Geschäftsführender Direktor des Instituts für Medizinrecht der Universitäten Heidelberg und Mannheim sowie stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrats.

Dank des medizinischen Fortschritts der vergangenen Jahre haben wir uns längere Lebenszeiten und Handlungsräume erschlossen und damit auch unvorstellbare Wahlmöglichkeiten geschaffen. Nun sind ethisch verantwortbare Gewissensentscheidungen und rechtliche Regulierungen nötig. Der Mensch führt denkend, planend und handelnd sein Leben. Das schließt ebenso ein, dass er auch dazu bestimmt ist, den letzten Lebensabschnitt zu bedenken und sich seiner Sterblichkeit zu stellen. Weiterhin gilt: Niemand lebt für sich allein, und niemand stirbt für sich allein. In das Leben und Sterben des Einzelnen sind immer auch andere Menschen eingebunden: Angehörige, Freunde, Pflegende, Ärzte und Seelsorger. Die Selbstbestimmung des Patienten ist ein Aspekt der Fürsorgepflicht für ihn. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass aufgrund fehlender Handlungsfähigkeit die Selbstbestimmung im letzten Lebensabschnitt nur durch die Fürsorge anderer realisiert werden kann. Diese Verknüpfung lässt sich nicht auflösen und so kann man nur freie und mutige Menschen wünschen.

Interessierte sind eingeladen mitzudiskutieren. Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt ist frei.

Anmeldung bei:
AzetPR
Kristina Riedel
Telefon: 040/41 32 70-23, Fax: 040/41 32 70-70
riedel@azetpr.com, www.azetpr.com

Im Zweifelsfall sollten Betroffene einen Anwalt aufsuchen. Fachanwälte und Anwälte, die sich auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisiert haben, nennt Ihnen auf Anfrage die Rechtsanwaltskammer Koblenz unter der Telefonnummer 0261/30335-55 oder der Anwaltsuchdienst im Internet: www.rakko.de.

Die Rechtsanwaltskammer Koblenz vertritt die Rechts­anwälte der Landgerichtsbezirke Bad Kreuz­nach, Koblenz, Mainz und Trier.

Rechtsanwälte schützen als unabhängige Berater und Vertreter in allen Rechtsangelegenheiten ihre Mandanten vor Rechtsverlusten und begleiten sie rechtsgestaltend, konfliktvermeidend und streitschlichtend. Sie bewahren ihre Mandanten vor Fehlentscheidungen durch Gerichte und Behörden und sichern die Mandanten vor verfassungswidrigen Beeinträchtigungen und vor staatlicher Machtüberschreitung.

Rechtsanwälte haben strenge berufsrechtliche Regelungen zu beachten wie z.B. die Verschwiegenheitsverpflichtung. Sie dürfen das Vertrauen der Mandanten nicht durch die Wahrnehmung widerstreitender Interessen enttäuschen.

Redaktion: www.azetpr.com

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