Das Fachsymposium "Selbstbestimmt sterben" findet am 21.11. an der Universitätsmedizin in Mainz statt.
Am 21.11. diskututieren namhafte Experten an der Universitätsmedizin Mainz über Sterbehilfe. © Rechtsanwaltskammer Koblenz

Fachsymposium der Rechtsanwaltskammer Koblenz
Donnerstag, 21.11.2019
von 17:30 bis 19:30 Uhr Universitätsmedizin Mainz Großer Hörsaal, Geb. 102

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt ist frei.

Das Thema Sterbehilfe wird in Deutschland derzeit besonders kontrovers diskutiert. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über den seit 2015 geltenden § 217 Strafgesetzbuch steht bevor. Dieser verbietet die absichtliche „geschäftsmäßige” Förderung einer Selbsttötung – auch dann, wenn der Schwerstkranke dies ausdrücklich und frei verantwortlich wünscht. Der Mensch hat jedoch das Recht, sein Leben selbst zu bestimmen – sollte dies nicht auch beim Sterben gelten? In welcher Form kann ein Todkranker, der nicht mehr weiterleben will, Unterstützung finden? Vor welchem Dilemma stehen Ärzte, die suizidwillige schwerkranke Patienten betreuen? Was können wir aus den Erfahrungen anderer Länder mit einer liberaleren Sterbehilfe wie beispielsweise den Niederlanden lernen?

Selbstbestimmt sterben: Referenten

Prof Dr. Friedhelm Hufen, em. o. Professor für Öffentliches Recht – Staats- und Verwaltungsrecht an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, Mitglied des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz a.D., langjähriges Mitglied der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer und der Bioethikkommission Rheinland-Pfalz: „Selbstbestimmtes Sterben: Das verweigerte Grundrecht

Dipl. biol. Dr. med. Michael de Ridder, Internist, Autor, Mitbegründer des Vivantes Hospiz in Berlin: „,Der Freitod ist mein einziger Ausweg‘: Protokoll einer ärztlichen Suizidbeihilfe”

Prof. Dr. Theo A. Boer, Dozent für Ethik an der Protestantischen Universität in Groningen: Das Gesetz der hemmenden Führung: Erfahrungen mit 30 Jahren Sterbehilfe in Holland

Prof. Dr. Norbert W. Paul, Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Universitätsmedizin Mainz, Mitglied der Bioethikkommission Rheinland-Pfalz: „Ärztlich assistierter Suizid: Zwischen Autonomie, Verantwortung und schiefer Ebene”

Diskussionsrunde unter Moderation von Justizrat Dr. Andreas Ammer, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer Koblenz, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Strafrecht des Deutschen Anwaltvereins

Autofahrer parken bitte bevorzugt im nahegelegenen Parkhaus „Am Augustusplatz”. Die Einfahrt zum Parkhaus befindet sich „Am Römerlager”.

Lageplan – für die Orientierung vor Ort am besten ausgedruckt mitnehmen: http://www.unimedizin-mainz.de/header/anfahrt/lageplan

Diverse Bus- und Straßenbahnlinien, Haltestelle Universitätsmedizin

Die Veranstaltung wird von der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz und von der Rechtsanwaltskammer Koblenz als Fortbildung anerkannt. Für die Teilnahme erhalten die Ärzte 3 Fortbildungspunkte. Fachanwälte für Medizin- und Strafrecht erhalten für die Teilnahme 2 Fortbildungsstunden iSv § 15 FA0.

Um Anmeldung wird gebeten bei: AzetPR, Daniela Listing, Wrangelstraße 111, 20253 Hamburg, Telefon: 040/41 32 70-12, Fax: 040/41 32 70-70, listing@azetpr.com.