Vorsorge im Alter: Anwälte informieren Bürger auf dem Verbrauchertag in Koblenz

2014-03-24 17.40.57

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Rechtsanwaltskammer Koblenz. Darüber, was Betroffene bei der Finanzierung des Elternunterhalts wissen müssen, informieren Rechtsanwälte der Rechtsanwaltskammer Koblenz am 15. Oktober 2015 von 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr im Görreshaus, Eltzerhofstraße 6a in Koblenz. Unter dem Motto „Gut versorgt im Alter“ können interessierte Bürger auf dem Verbrauchertag ihre persönlichen Fragen an die Experten richten. Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht Joachim Müller, Rechtsanwalt und Justizrat Dr. Hans-Gert Dhonau sowie Rechtsanwaltung und Fachanwalt für Familienrecht Joachim Zillien erläutern, welche Besonderheiten es bei der Unterhaltspflicht gegenüber Eltern und Großeltern gibt.

Im Anschluss an die Kurzvorträge können die Besucher der Veranstaltung ihre Fragen stellen. Der Eintritt ist frei! Um Anmeldung wird gebeten bei: AzetPR, Pressestelle der Rechtsanwaltskammer Koblenz, Kristina Riedel riedel@azetpr.com, 040/41 32 70 23.

Etwa 30 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen leben in Pflegeheimen. Ein Teil der erheblichen Kosten wird durch die Leistungen der Pflegeversicherung abgedeckt, der Rest ist vom Heimbewohner selbst zu zahlen. Kann dieser die Kosten nicht tragen, werden sie zunächst vom Sozialamt übernommen. Die Sozialämter sind jedoch verpflichtet, möglichst alle Kosten bei den Unterhaltspflichtigen zurückzufordern.

Unterhaltspflichtig ist zunächst der Ehegatte. Ist dieser nicht in der Lage den Unterhaltsanspruch zu decken, kann auch von den Kindern ein sogenannter Elternunterhalt verlangt werden. Ob und wie viel Unterhalt Kinder für ihre pflegebedürftigen Eltern zahlen müssen, ist von ihren Einkünften und vorrangigen Unterhaltspflichten abhängig. Mehrere Kinder haften gemeinsam für den Unterhalt der Eltern.

Mit der Aufforderung Elternunterhalt zu zahlen, wächst bei vielen Kindern die Sorge um die eigenen Finanzen und die Altersvorsorge. Generell gilt, dass einem Unterhaltspflichtigen für seine eigene Lebensführung ein bestimmter Betrag als Selbstbehalt bleiben muss. Gegenüber den Eltern beträgt er aktuell 1.800 Euro, gegenüber dem Ehegatten 1.200 Euro. Gibt es einen Ehepartner, erhöht sich dieser Betrag auf 3.240 Euro monatlich. Außerdem darf der Unterhaltspflichtige fünf Prozent seines Bruttoeinkommens für zusätzliche Altervorsorge aufwenden. Belastungen wie Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, Fahrtkosten für den Arbeitsweg sowie weitere Werbungskosten werden ebenfalls berücksichtigt.

Die Berechnung des Unterhalts ist kompliziert und sollte von einem Anwalt überprüft werden. Nur so kann verhindert werden, dass unterhaltspflichtige Kinder einen zu hohen Elternunterhalt zahlen.

Im Zweifelsfall sollten Betroffene einen Anwalt aufsuchen. Fachanwälte und Anwälte, die sich auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisiert haben, nennt Ihnen auf Anfrage die Rechtsanwaltskammer Koblenz unter der Telefonnummer 0261/30335-55 oder der Anwaltsuchdienst im Internet: www.rakko.de.

Die Rechtsanwaltskammer Koblenz vertritt die Rechts­anwälte der Landgerichtsbezirke Bad Kreuz­nach, Koblenz, Mainz und Trier.

Rechtsanwälte schützen als unabhängige Berater und Vertreter in allen Rechtsangelegenheiten ihre Mandanten vor Rechtsverlusten und begleiten sie rechtsgestaltend, konfliktvermeidend und streitschlichtend. Sie bewahren ihre Mandanten vor Fehlentscheidungen durch Gerichte und Behörden und sichern die Mandanten vor verfassungswidrigen Beeinträchtigungen und vor staatlicher Machtüberschreitung.

Rechtsanwälte haben strenge berufsrechtliche Regelungen zu beachten wie z.B. die Verschwiegenheitsverpflichtung. Sie dürfen das Vertrauen der Mandanten nicht durch die Wahrnehmung widerstreitender Interessen enttäuschen.

Redaktion: www.azetpr.com

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